Mein Klavierunterricht - Zum Lernen

3. Motivation durch Erfolg
Der Spaß am Klavierspiel wird stark beeinflusst durch Erfolgserlebnisse – Stillstand oder Rückschläge hingegen führen zu Langeweile und Frustration. Erfolg kann sich auf verschiedenen Ebenen einstellen. Große Erfolgserlebnisse wie etwa ein gelungen gespieltes Schülerkonzert, ein Preis im Wettbewerb oder eine begründet verbesserte Zensur im Klavierzeugnis wirken wie Meilensteine. Als noch wichtiger jedoch erweisen sich die vielen kleinen Erfolgserlebnisse, die dem Schüler auf lange Sicht die Freude am Instrument erhalten oder wiederbringen können, wie etwa

Da der Erfolg eine relative Größe ist, kommt dem anzulegenden Maßstab eine besondere Bedeutung zu. Dieser wird gesetzt durch den Klavierlehrer, die Eltern, besondere Bezugspersonen aber auch durch Personen aus dem Umfeld der Schule, wie den Freunden oder in besonderem Maße dem Schulmusiklehrer. Das Mittelfeld dieses Maßstabs sollte dem augenblicklich realistischen Stand des Schülers entsprechen, was eine aufmerksame Beobachtung durch den Klavierlehrer und die Eltern notwendig macht.

Prognostiziert der Lehrer dem Schüler, dass dieser ein bestimmtes Stück binnen 6–8 Wochen bewältigen kann, wäre das Erlernen des betreffenden Stückes in 5 Wochen für den Schüler ein nachvollziehbarer Erfolg. Übt ein Schüler im Grundschulalter statt 3–4 mal 10–20 Minuten wöchentlich in einer Woche 5 mal 10–20 Minuten oder 4 mal 20 Minuten, so ist auch dies ein messbarer Erfolg, auf den er stolz sein kann.