Mein Klavierunterricht – Zum Lernen

7. Zielvereinbarungen mit dem Schüler
Da die Motivation in starker Abhängigkeit zum persönlichen Erfolg steht, ist es für den Schüler von wichtig, sich machbare Ziele zu setzen. Vor allem Erwachsene haben oft recht recht konkrete Vorstellungen, was sie am Klavier erreichen möchten, z.B:

Weniger genau ist jedoch oft die Einschätzung des zu erwartenden Lerntempos. Beginnt ein 6jähriges Kind mit dem Klavierunterricht, wird es vermutlich die ersten 4–5 Jahre lernen, ohne diesen Zeitraum bewußt wahrzunehmen - quasi nebenbei. Erwachsene sind da häufig viel ungeduldiger. Im Beruf mit festen Leistungskriterien und Zeitmanagement konfrontiert, können sie sich nur schwer von ihrem eigenen (zu?) hohen Erwartungen lösen. Dabei möchten sie eigentlich aus Spaß Klavier spielen oder um sich zu entspannen.

Hier wirken Zielvereinbarung oft Wunder. Abhängig von der möglichen Übezeit und der Zielrichtung des Schülers wird über Wochen hinweg gemeinsam herausgefunden, wie realistisches Ziel aussehen könnte. der Mittelweg zwischen Übeaufwand und Lerntempo, Leistungsdruck und Entspannungsbedürfnis im Alltag aussehen kann. Es wird eine Vereinbarung getroffen, was z.B. in den nächsten 6 Monate, oder 1-2 Jahren erreicht werden könnte. DieZielvereinbarung kann erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn eindeutig geklärt ist, dass der Schüler mit Hilfe der getroffenen Absprache seinem Klavierspiel zufrieden und entspannt nachgehen kann. Anhand der Zielvereinbarung lässt sich der Erfolg (der ja der Hauptbestandteil der Motivation ist ) nun messen.

Selbstverständlich kann die getroffene Zielvereinbarung jederzeit verändert oder neu getroffen werden. Ihr Sinn ist, dem Schüler zu größerer innerer Ruhe und Zufriedenheit zu verhelfen. Nebenbei sei noch erwähnt, dass man ohnehin nur in Ruhe sinnvoll Klavier üben kann.