Mein Klavierunterricht – Zum Konzept

4. Wettbewerbe
Für ambitioniertere Klavierschüler kann es sehr motivierend sein, sich mit Gleichaltrigen in Wettbewerben zu messen. Der Klavierlehrer sollte sorgsam einschätzen, ob der Schüler dem Druck eines Wettbewerbs gewachsen ist. Er muss dem Schüler ausdrücklich vermitteln, wie hoch das Niveau ist und ihm eine realistische Einschätzung seiner Chancen geben. Andernfalls könnte es leicht zu Frustration kommen, die dann den enormen Lernfortschritt der Wettbewerbs–Vorbereitung schnell wieder zunichte macht.

Der bedeutendste Wettbewerb für lernende Musiker ist Jugend musiziert, ein Wettbewerb für fast alle Besetzungen und Alterstufen. Er ist gestaffelt in drei Ebenen. Die Besten aus der Region werden weitergeleitet in den Landeswettbewerb und deren Beste messen sich sich auf Bundesebene.

Vor einigen Jahren verringerte sich der Turnus der Besetzungen leider von zwei auf drei Jahre. Die Besetzung Klavier solo findet also z.B. nur alle drei Jahre statt. Allerdings gibt es in den anderen Jahren gerade für Pianisten im Rahmen von Jugend musiziert noch weitere Möglichkeiten der Wettbewerbsteilnahme:

Gerade die Besetzungen ohne Klavierwertungen sind sehr geeignet, ohne allzu großen Druck Wettbewerbsluft zu schnuppern.

Bei Jugend musiziert gibt es grundsätzlich keine Sach– oder Geldpreise, aber auch keine Anmeldegebühr.

Anders ist dies bei frei augeschriebene oder internationale Wettbewerben wie etwa dem Steinway–Wettbewerb, Van–Bremen–Klavierwettbewerb oder dem Rotary–Klavierwettbewerb in Essen. Hier gibt es auch Preise zu gewinnen – das Niveau ist aber dementsprechend hoch.

In den letzten Jahren nahmen Schüler meiner Klasse in unterschiedlichen Altersstufen an 18 Soloklavier– und Kammermusik–Wettbewerben teil (Jugend musiziert, Steinway–Wettbewerb in Hamburg, Rotary–Klavierwettbewerb in Essen). Sie errangen insgesamt 9 erste Preise, 6 zweite Preise und einen dritten Preis.